Warum die Premier League schlechter und zugleich besser als ihr Ruf ist

Erinnerungen machen

Was besser ist, tatsächlich: es gibt keine Schwalben hier, keine Schauspielerei, kein Gezeter. Kein Gemecker, kein Markieren. Die Spieler fallen tatsächlich, wenn sie sich nicht mehr halten können und nicht dann, wenn es aussichtsreich erscheint. Und sie lassen den Schiedsrichter seinen Job machen. Fertig. Und er tut, was er kann, um dem Spiel zu dienen. So wie die um ihn herum, so wie die 30.636 Zuschauer.

Den Moment zum Ereignis machen

Die tief in der zweiten Halbzeit aufzeigen, warum all das hier so großartig ist. Die ausbrechen aus ihren Stimmen, Gesten und Gefühlen. Da Brighton beim Stand von 0:1 drauf und dran ist, den Ausgleich zu erzielen. Da Brighton in der 71. Minute das Lattenkreuz malträtiert, als gelte es, damit alles Unheil zumindest der eigenen Leben aufzulösen. Es wird nicht reichen, es bleibt bis zum Schluss beim 0:1. Doch das Gespür der Ränge dafür, dass auf dem Rasen gerade alles liegt, was die Spieler in sich haben, die Hoffnung darauf, dass die Wünsche zu Wahrheit werden, macht aus dem Moment ein Ereignis, eine Erinnerung.

Dann stellen sich die Nackenhaare auf, ganz von allein, und das Glück kriecht durch den Körper. Wie das erst sein muss, wenn man sich wirklich für einen der beiden Vereine interessiert?



Nach dem Spiel sagt ein Fan: »We were absolutely fucking awful.« Ein anderer findet, die Stimmung im Stadion sei heute seltsam reserviert gewesen.



Lucky bastards.