Das absolute Traumdebüt des Samuel Sáiz


Warum es das Traumdebüt gar nicht hätte geben dürfen

Ausgebildet in der Jugend von Real Madrid, dort aber nie zum Einsatz gekommen. Stattdessen Stationen in Getafe, Huesca und bei den zweiten Mannschaften von Atletico Madrid und dem FC Sevilla. Einsätze in der ersten spanischen Liga: keine.

Nun also der Sprung nach England. Wieder nicht erste Liga, aber wer weiß, in Leeds träumen sie davon, bald an alte, glorreichen Zeiten anknüpfen zu können. Der Aufstieg in die Premier League scheint diese Saison durchaus möglich. Auch dank Samuel Sáinz, von dem sein Trainer sagt: »Er ist ein Spieler von hoher Qualität, sehr intelligent. Und er liebt es, am Ball zu sein.«

Warum es das Traumdebüt gar nicht hätte geben dürfen

Noch mehr allerdings liebt er es offenbar, sich vom Ball zu trennen. Zumindest an diesem Mittwochabend an der Elland Road zu Leeds. Noch zwei Mal schießt Sáinz in der zweiten Halbzeit auf das Tor von Port Vale. Beide Male zappelt der Ball danach im Netz. Am Ende gewinnen die Hausherren mit 4:1, ziehen in die zweite Runde ein und meinen sich gewappnet für eine lange Saison.

Und so könnte diese Geschichte vom wohl traumhaftesten Debüt, das man sich vorstellen, hier bereits enden. Tut sie aber nicht. Denn eigentlich hätte es diese Geschichte gar nicht geben dürfen, da Samuel Sáinz sich vor dem großen Glück furchtbar unsportlich verhalten, einen Gegenspieler kurz vor der Halbzeit bespuckt hatte. Glück für ihn, dass der Schiedsrichter die Aktion nicht ahndete.

Manchmal gibt es sie, diese Tage, an denen alles geht. Selbst Unsportlichkeit.